Mai 2012: In Valverde di Cesenatico entsteht der „Pflanzenstrand“, das erste Beispiel eines renaturierten Strandes in Italien, eine Wohlfühloase, in der Schatten, Kühle, Natur und Sauerstoff mit den Düften des Meeres verschmelzen.
Die Maßnahme, die auf eine neue Art des Strandlebens mit geringer Umwelt- und anthropogener Belastung abzielt, zeichnet sich durch die Verwendung einfacher und umweltfreundlicher Materialien aus, unter denen vor allem die Tamariske in zwei Hauptformen hervorsticht: Hecke und Baum (35 davon sind in der Gegend vorhanden). Der Baum, dem die Form des klassischen Sonnenschirms verliehen wurde, spielt eine vorherrschende Rolle bei der Schaffung dieser grünen Oase. Er wird am Strand mit vollständig vergrabenem Topf platziert und ist mit einer Stahlkonstruktion ausgestattet, auf der sich die Krone entwickeln wird; diese Struktur wird, sobald die Krone geformt ist, entfernt, sodass die Tamariske frei wachsen kann und Schattenbereiche darunter gewährleistet sind. Es handelt sich um eine in einigen Mittelmeerregionen weit verbreitete Art und ist daher sehr gut für das Meeresklima geeignet. Jedes Jahr wird die Baumkrone größer und erzeugt einen wunderbaren natürlichen Effekt. Die Hecke, ebenfalls aus Tamarisken, verleiht dem gesamten Bereich visuelle und farbliche Kontinuität und ist zudem mit den wesentlichen Dienstleistungen für eine bessere Nutzung des Strandes ausgestattet: Umkleidekabinen, Duschen, Fahrradabstellplatz. Die Umkleidekabinen und alle Serviceeinrichtungen bestehen aus entrindeten Kastanienpfählen mit einer durchlässigen Abdeckung. Das lauwarme Duschwasser wird durch 15 cm tiefe, vergrabene Rohre geliefert, um die Erwärmung des Bodens zu nutzen.
Eine weitere wichtige Wahl ist die Verwendung von Ripietra für die Gehwege, dem ersten Stein, der vollständig aus recyceltem Material besteht. 55 % seiner Zusammensetzung sind Kunststoff aus der städtischen Mülltrennung, während die restlichen 45 % Holz aus Industrieabfällen sind. In der Gegend werden auch Wertstoffinseln für die getrennte Abfallsammlung vorhanden sein.
Der „Strand der Tamarisken“ bleibt jedoch ein freier Strand, daher ist der Zugang für die Öffentlichkeit absolut kostenlos, ebenso wie die Nutzung aller verfügbaren Dienstleistungen.