Das „Tratta“ (Zugnetz) ist eine traditionelle Art des Fischfangs, die seit Jahrzehnten nicht mehr praktiziert wird, aber eine große Faszination ausübt, sowohl wegen ihrer Gesten, die fast einem stillen Tanz ähneln, als auch weil sie im Gegensatz zu anderen Fischereiarten vor den Augen der Menschen stattfindet. Das Zugnetz wird tatsächlich so eingesetzt, dass ein Netz mit einem kleinen Boot aufs Meer hinausgebracht und dann langsam von zwei Teams von „Trattaroli“ (Zugnetzfischern) vom Strand aus von Hand eingeholt wird, die sich rhythmisch und koordiniert bewegen müssen.
Das Zugnetz – wie übrigens alle Aktivitäten der traditionellen Boote – findet dank der Zusammenarbeit und unter der Aufsicht der Hafenbehörde von Cesenatico statt, die gewährleistet, dass alles in voller Sicherheit und unter Einhaltung der Regeln abläuft: Auch dies ist eine wertvolle Zusammenarbeit, die den Erfolg der Arbeit des Schifffahrtsmuseums der Gemeinde Cesenatico zur Bewahrung und Aufwertung des maritimen Kulturerbes ermöglicht hat. Das Zugnetz ist nach geltendem Recht verboten, aber das Schifffahrtsmuseum – das die Gruppe der Freiwilligen, die es ausführen, koordiniert und unterstützt – konnte ausnahmsweise eine Ausnahmegenehmigung vom Fischereiministerium erhalten.
Dieses Jahr sind die geplanten Termine der 28. Mai, 25. Juni, 30. Juli, 27. August 2026, am freien Strand westlich vor dem Segelclub Cesenatico um 5.00 Uhr morgens.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Wiederaufführung bei ungeeigneten Wetter- und Seebedingungen auch kurz vor der Durchführung abgesagt werden kann, weshalb keine Mitteilung darüber möglich sein wird.
Schifffahrtsmuseum